Aktuellesechtwert im Interview mit Raphael Schmidt

18. Februar 2022by admin0

Messing kreiert individuelle Weine, biologisch und nach höchsten Qualitätsstandards. Gegründet wurde das junge Weinlabel von den zwei Bielefelder Freunden, Raphael Schmidt und Felix Broeker. Die Weine als auch ihre Vision haben uns gleich überzeugt. Wir sprachen mit Raphael über ihre Produktion, Inspiration und kulinarische Finessen.

Raphael, wie entstand deine Passion für Wein?

Ganz klar. Aufgrund der elterlichen Gastronomie! Schon damals haben wir viele Weinreisen durch Deutschland unternommen. Im Alter von 18 Jahren war ich noch nicht so ganz angefixt. Das änderte sich aber bald, sodass auch die Weinreisen weitreichender wurden (Spanien, Portugal, Südafrika etc.). Darüber hinaus bin ich bereits seit über 10 Jahren beruflich in dieser Branche tätig und habe bislang noch nicht anderes gesehen.

Messing Weine wurde von dir und deinem Freund Felix Broeker gegründet. Was macht die Zusammenarbeit so wertvoll?

Felix bringt den nötigen Schub an Kreativität und Innovation. Digitale und visuelle Kommunikation ist seine Leidenschaft, da besitzt er einfach ein sehr gutes KnowHow. Ich kenne mich gut im Weinmarkt aus und weiß mit wem man gut zusammenarbeiten kann. Das heißt von der Beschaffungs- und Entwicklungsseite bis hin zur finalen Kommunikation sind wir sehr gut aufgestellt.

Ihr sagt: Der beste Wein ist der, der dir schmeckt! Welcher Wein aus eurem Sortiment ist dein Favorit und warum?

Kein Spezieller! Alle Weine sind nach einer Idee entwickelt wurden. Das bedeutet, dass meine Weinauswahl extrem situationsabhängig ist. Bei einem sonnigen Tag wähle ich als Aperitif gerne unseren Pét Nat. Auf einem Sonntag, in der dunklen Jahreszeit, wähle ich gerne unseren Messing Rot, esse dazu etwas Zartbitterschokolade und höre Musik.

Eure Weine sind bio, nachhaltig und vegan: Was macht eure Wertschöpfungskette so besonders?

Unser Konzept ist einzigartig! Wir vereinen familiengeführte und ökologisch arbeitende Weingüter aus Deutschland und arbeiten aus einer Community heraus. Für jeden Wein beziehungsweisen für die Trauben dafür, gibt es bessere und schlechtere Bedingungen. Wir achten bei der Entwicklung unserer Weine auf die entsprechenden Lagen, den Boden und die klimatischen Gegebenheiten und arbeiten damit sehr effizient. Wir profitieren schließlich mittlerweile von einem Netzwerk bestehend aus fünf Weingütern, aus vier Weinregionen mit insgesamt über 100 Hektar Anbaufläche. Der Entwicklungsspielraum ist dadurch immens und wir verfügen über mehrere Grand Cru (1a!) Lagen.

Das Ergebnis sind eigene, aromatische und elegante Weinkreationen aus den optimalen Verhältnissen, welche unter minimalen Ressourceneinsatz hergestellt wurden.

Darüber hinaus stammt auch unsere gesamte Produktausstattung aus Recycling-Materialien von deutschen Lieferanten.

Weinlese, Keltern, Ausbau, Abfüllung: Welcher Schritt im Herstellungsprozess begeistert dich am meisten?

Jeder Schritt ist reizvoll. Allerdings gibt es gewisse Benefits, die ich für mich entdeckt habe. Bei der Weinlese kann man sehr gut abschalten und man kriegt den Kopf frei. Es ist eine ganz andere Arbeit, als die, die ich sonst ausübe.

Neben dem Wein ist Kulinarik dein Steckenpferd. Wo hast du zuletzt richtig gut gegessen? Und was gab es?

Im Saarburger Hof in Saarburg. Ein regionales 5-Gang Menü mit korrespondierenden Weinen aus der Umgebung. Das war „à la bonne heure“!

echtwert ist ein Ort für inspirierenden Austausch. Wer hat dich zuletzt inspiriert? Und womit?

Der Wein-Sommelier und Influencer Toni Askitis. Wir haben uns über Messing ausgetauscht und er hat mir wertvolle Tipps an die Hand gegeben, welche ich nun beherzigen und umsetzen werde. Darüber hinaus inspirieren mich Gründungsgeschichten. Der Schritt in die Selbständigkeit war für mich kein leichter und auch jetzt bin ich noch weit davon entfernt zu sagen, dass ich mal wieder ruhiger schlafen kann. Gründungsgeschichten, egal ob erfolgreich oder nicht, vermitteln mir eine Perspektive und zeigen mir, dass es immer einen Weg gibt.

Wozu hast du zuletzt „Nein“ gesagt?

Zu einem Umzug ins Rheinland. Wir haben mit Messing ein super regionales Kundennetzwerk aufgebaut und haben hier optimale Voraussetzungen geschaffen, um ideal wachsen zu können. Hier haben wir Freunde, die uns unterstützen und können die Republik unkompliziert von hier versorgen.

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